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15. April 2018 von //

Mehr Pragmatismus gefragt! – Jusos starten Dialog in Kirchhellen

Andere reden noch über die Erneuerung der SPD, die Jusos-Bottrop handeln bereits und treten mit den Bürgerinnen und Bürgern in den Dialog. Gestartet sind die Jusos mit ihrer Aktionsreihe „SPD fragt: Was könnte besser laufen?“ im Bottroper Süden. Am vergangenen Wochenende stand nun ihre Aktion auf dem Kirchhellener Marktplatz auf dem Plan.

„Wir wollen den Platz gern intensiver als Lebensraum nutzen, als einen Ort der Begegnung für Jung und Alt“, erklärt Nils Beyer, Vorsitzender der Jusos Bottrop. „Dafür haben wir einige interessante Vorschläge von den Bürgern erhalten und uns selbst natürlich auch Gedanken gemacht und Ideen gesammelt.“ Seit Jahrzehnten wird in Kirchhellen über eine Neugestaltung des Johann-Breuker-Platzes diskutiert, getan hat sich bislang wenig. Einig ist man sich im Dorf, dass sich etwas ändern muss, die Entwicklung ist jedoch weiterhin offen.

„Es kam beispielsweise der Vorschlag, einen Teil der Hauptstraße in eine autofreie Zone umzuwandeln. So könnten auch der Feierabendmarkt oder andere Veranstaltungen flächenmäßig ausgeweitet werden. Dafür bedarf es aber Kooperationen, zum Beispiel mit dem Marketingverein, zudem muss die Politik mit ins Boot geholt werden“, so Beyer weiter.

Deshalb ist jetzt Pragmatismus gefragt. Wir wollen nicht nur sagen, was wir tun, sondern tun, was wir sagen.“, fordert Nils Beyer.  Die gesammelten Ideen und Anregungen der Bürger werden im laufenden Prozess an die zuständigen Rats- und Bezirksvertreter weitergeleitet, um für den nächsten Haushalt bereits Maßnahmen umsetzen zu können. Sebastian Pels, von den Jusos-Kirchhellen, stellt fest: „Wir fordern seit Jahren eine Belebung des Johann-Breuker-Platzes. Unsere Ortsaktion hat verdeutlicht, dass es viele gute und umsetzbare Ideen gibt, um die Attraktivität der Dorfmitte für Kinder und Familien zu erhöhen. Nun ist es auch an der CDU, ihre Blockadehaltung aufzugeben und eine Neugestaltung möglich zu machen.“ Auch in der veranstaltungsfreien Zeit soll sich das Gesicht des Dorfzentrums ändern und zu einem Treffpunkt der Kirchhellener werden. So wünschen sich die Bürger unter anderem mehr Sitzmöglichkeiten und mehr Grün, ohne dabei den Wochen- und Feierabendmarkt einzuschränken. Das sei laut Aussage der Jusos zwar eine Herausforderung, jedoch mit der richtigen Planung durchaus machbar.

„Wir hoffen, dass die Projekte im Laufe des nächsten Jahres final umgesetzt werden und sich endlich etwas tut“, blickt Beyer optimistisch in die Zukunft.

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17. März 2018 von //

Jusos weisen CDU-Kritik an Kirchhellener-Jugend zurück

Die Bottroper Jusos weisen in einer aktuellen Erklärung die Kritik der CDU an der Sekundarschule zurück. Im Vorfeld wurde berichtet, dass die CDU zwar die Einführung der neuen Schulform im Dorf lobe, aber große Probleme mit der baulichen Realisierung des Schulgebäudes habe. Von Seiten der CDU wurden Befürchtungen laut, dass sich jugendliche „Banden“ in der Aufständerung des Schulgebäudes herumtreiben könnten.

Für den Bottroper Juso-Vorsitzenden, Nils Beyer, sind das haltlose Unterstellungen: „Es ist unredlich, welches Bild die CDU von der Kirchhellener Jugend entwirft. Dies ist genau das Denken, welches wir in der Jugendpolitik nicht gebrauchen können – wir müssen uns auf Augenhöhe und mit Anstand begegnen.“

Für die Jusos bietet die Sekundarschule große Chancen, um Bildungs- und Chancengleichheit in die Realität umzusetzen. Man habe sich im Schulausschuss gerade für diese bauliche Lösung entschieden, um ein Zusammenwachsen der Schulen und ein großes Platzangebot im Außenbereich zu ermöglichen. „Ich wundere mich schon, dass die CDU jetzt öffentlich Kritik übt, obwohl sie im Schulausschuss diese Idee mitgetragen hat.“, so Beyer weiter.

Die Jusos setzen sich seit Jahren für neue Jugendeinrichtungen in Kirchhellen ein. Sebastian Pels, Sprecher der Jusos-Kirchhellen, verdeutlicht die Arbeit der vergangenen Jahre: „Seit Jahren fordern wir eine Jugendeinrichtung auf dem Gelände des ehemaligen Spargelhof-Beckmann, blockiert hat leider immer die CDU.“ Für die Jusos ist es daher unverständlich, dass jetzt die Forderung nach mehr Kooperation aufkommt, obwohl dies hätte schon lange geschehen können. „Auch eine Umgestaltung des Johann-Breuker-Platz ist keine neue Idee, da sind wir längst dran und wollen vor allem das Jugendangebot im Dorf verbessern. Die CDU-Kirchhellen müsste einfach mal machen.“, so Sebastian Pels weiter.

Bei den Jusos besteht Einigkeit darin, dass bei der Jugendarbeit in Kirchhellen einige Schwachstellen vorhanden sind, die vom Bezirk gelöst werden müssen. Daher bringt es Nils Beyer auf den Punkt: „Die CDU wäre gut beraten, wenn sie ihre Vorurteile gegenüber der Kirchhellener Jugend ablegen und sich endlich an jugendpolitischen Projekten im Rat und Bezirk beteiligen würde.“ Die Jusos werden weiterhin kritischer Begleiter der laufenden Prozesse bleiben und ihre Ideen einbringen.

Fotos: WAZ-Bottrop

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26. Februar 2018 von //

Jusos setzen sich auf Parteitag für GroKo ein!

Heute fand der Parteitag der SPD-Bottrop statt. Im Mittelpunkt des Parteitags standen die NRW-Schulpolitik und die Debatte um die Große Koalition.
Ein spannender Vormittag auch für uns Jusos, da wir uns für eine Regierungsbeteiligung der SPD stark gemacht haben. Jedoch steht für uns die Erneuerung der Partei an erster Stelle. Wir sind der Überzeugung, dass Regieren und Erneuerung zusammen funktionieren wird.

Unser Vorsitzender, Nils Beyer, bringt den Standpunkt der Jusos-Bottrop zur GroKo Debatte auf den Punkt: "Ich bin froh, dass wir Jusos geschlossen Ja zur GroKo sagen und einen verantwortungsvollen Weg bestreiten, da unser Land endlich eine Regierung braucht und wir unsere Partei mit allen Mitgliedern – Jung und Alt Hand in Hand - in den nächsten Jahren schrittweise erneuern müssen.
Wichtiger als die GroKo-Frage sollte in den nächsten Jahren sein, dass wir endlich Antworten auf die großen gesellschaftlichen Fragen finden.
Wie steht die SPD eigentlich zur Flüchtlingspolitik? 
Wie steht die SPD eigentlich zu der Frage wie sich unsere Gesellschaft in den nächsten Jahrzehnten entwickeln soll? Ich höre immer viele Einzelmeinungen, aber keine klare Linie von Seiten unserer Partei, die Menschen überzeugen kann.
Daher sollten wir die Zeit in der Regierung nutzen und unsere Partei in den nächsten 4 Jahre zukunftsfest aufstellen.
Denn Erneuerung und Regieren wird gemeinsam funktionieren!

Des Weiteren vertrat unser Medienbeauftragter, Dennis Peter, die Sicht der Arbeitnehmer und warb für den Koalitionsvertrag. Mit unserer stellvertretenden Vorsitzenden, Gerit Maldaner, waren wir stark im Parteitagspräsidium vertreten.

 
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22. Februar 2018 von //

Lars Klingbeil diskutiert in Bottrop über GroKo

„Was bringt die GroKo?“ Diese Frage stand im Mittelpunkt einer Diskussionsveranstaltung, am Mittwochabend in der Lohnhalle Arenberg-Fortsetzung. Vollbesetzte Reihen und konzentrierte Gesichter machten deutlich: Hier geht es um eine richtungsweisende Entscheidung, für das Land und für die SPD.

Groko oder NoGroko?

Aus Berlin war SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil angereist, der in den letzten Wochen mit am Verhandlungstisch saß. In seinem Eingangsstatement machte er deutlich, warum der Koalitionsvertrag aus seiner Sicht eine gute Grundlage für eine erneute Regierungsbeteiligung darstellt: 400.000 Menschen kämen raus aus sachgrundlosen Befristungen, erstmals würde bundesweit ein sozialer Arbeitsmarkt für Langzeitarbeitslose geschaffen, 8.000 zusätzliche Pflegekräfte könnten mit Hilfe eines Sofortprogramms eingestellt werden und eine Grundrente würde mehr Sicherheit für Menschen schaffen, die ihr Leben lang gearbeitet und trotzdem geringe Rentenansprüche haben. „Das alles hat etwas mit dem Respekt vor Lebensleistungen zu tun“, so Lars Klingbeil. Auch ein Paket gegen Kinderarmut sei im Koalitionsvertrag enthalten, genau wie 11 Milliarden an Investitionen im Bildungsbereich. „Da ist uns richtig was gelungen in den Verhandlungen“, so Lars Klingbeil. Sollten die Mitglieder der SPD einer Neuauflage der Großen Koalition zustimmen, so sei es die SPD, die die nächste Regierung prägen werde.

 

Auch der Bottroper Juso-Vorsitzende Nils Beyer betonte in seinem Redebeitrag: „Es ist sicherlich nicht alles perfekt, aber wir erkennen eine klare sozialdemokratische Handschrift, die eine Grundlage für eine gute Regierungsarbeit bildet.“

Die anwesenden SPD-Mitglieder und Gäste beteiligten sich mit vielen Fragen und Anmerkungen zu den Inhalten des Koalitionsvertrages an einer intensiven, aber durchweg sachlichen Diskussion. Dabei ging es um Steuergerechtigkeit, Kita-Beiträge, die Zukunft der Europäischen Union und nicht zuletzt um die Frage: Was wird aus der SPD, wenn sich die Partei erneut auf eine Koalition mit der Union einlässt?

SPD erneuern

Diese Frage steht auch für Lars Klingbeil im Mittelpunkt – der Erneuerungsprozess bleibe die wichtigste Aufgabe der SPD. Aus seiner Sicht hängt die Erneuerung aber nicht davon ab, ob die SPD in eine neue Große Koalition eintritt oder nicht. Entscheidend sei vielmehr, „wie wir mit uns selbst umgehen“, so der SPD-Generalsekretär. Er selbst werde sich dafür einsetzen, dass die vielen Neumitglieder eingebunden, neue Beteiligungsmöglichkeiten geschaffen und die inhaltliche Erneuerung vorangetrieben werde. Die SPD müsse wieder der Ort sein, an dem die großen Fragen diskutiert werden – von der Gestaltung der Digitalisierung bis hin zu Verteilungsfragen. Auf keinen Fall dürfe der Eindruck entstehen, die SPD sei die Pressesprecherin der Regierung. „Aber es liegt an uns, dafür zu sorgen, dass das nicht passiert“, so Lars Klingbeil. „Wir müssen von Tag Eins an deutlich machen, wofür die SPD steht. Wenn wir mit Stolz und Selbstbewusstsein in die Regierung gehen, wird das eine gute Zeit für die SPD.“

Bei der Abstimmung über den Koalitionsvertrag müsse letztendlich jedes SPD-Mitglied für sich die Frage beantworten: „Kann es gelingen, dass wir mitregieren unduns erneuern?“ Er persönlich, das wird auch an diesem Abend deutlich, beantwortet diese Frage mit einem klaren ‚Ja‘.

Michael Gerdes zog nach der Veranstaltung ein positives Fazit: „Ich möchte mich bei allen, die da waren, für die offene, kritische und konstruktive Diskussion bedanken. Das macht Mut und stimmt mich optimistisch, was die Zukunft unserer Partei betrifft – auch unabhängig davon, wie das Mitgliedervotum am Ende ausgeht. Wenn es uns gelungen ist, zum Nachdenken anzuregen, dann hat sich die Veranstaltung gelohnt.“

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10. Februar 2018 von //

Jusos sagen JA zur GroKo

Die Bottroper Jusos stimmten, nach einer Diskussion über den Koalitionsvertrag, einstimmig für die Große Koalition. Leicht haben es sich die Jusos keineswegs gemacht, keiner sei ein Fan der Großen Koalition, jedoch sehe man in dieser Konstellation die beste Option für das Land und die Partei. „Ich bin froh, dass wir Jusos geschlossen einen verantwortungsvollen Weg bestreiten, da unser Land endlich eine Regierung braucht und wir unsere Partei mit allen Mitgliedern in den nächsten Jahren schrittweise erneuern müssen. Wir müssen die Union in einer Regierung zum Fortschritt treiben!“, so Juso-Chef Nils Beyer nach der Abstimmung. In ihrer Bewertung haben sich die Jusos vor allem auf die Inhalte des Koalitionsvertrags konzentriert und anhand dieser Kriterien entschieden. Man sei nicht hundertprozentig zufrieden, jedoch sieht Beyer eine klare sozialdemokratische Handschrift in dem Vertragspapier: „Besonders die 2 Milliarden Euro für den Ausbau von Ganztagsschulen und 5 Milliarden Euro in die digitale Infrastruktur stellen eine echte Verbesserung dar. Auch würden 2 Milliarden Euro in den Ausbau von Sozialwohnungen gesteckt, das würde den Wohnungsmarkt in Bottrop entlasten und für bezahlbares Wohnen sorgen – das ist ein echter Fortschritt mit Blick auf den Strukturwandel und der Digitalisierung.“

Der Bottroper Juso-Vorsitzende ist überzeugt, dass man in einer Regierung mehr für die Menschen erreichen kann als in der Opposition, wichtig sei, dass man die Versprechen einhalte und Vertrauen zurückerkämpft wird. Jedoch haben die Jusos auch klare Vorstellungen was verbessert werden muss und wo die SPD die Union treiben muss. Für Pressereferent, Dennis Peter, bildet der Koalitionsvertrag eine respektable Grundlage für die nächsten Jahre, auch die Einschränkung der sachgrundlosen Befristung ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, jedoch wäre er gerne noch weitergegangen: „Ginge es nach meiner persönlichen Auffassung, hätte es zu einer kompletten Abschaffung kommen müssen. Jedoch lebt Politik von Kompromissen.“

Auch stellvertretender Vorsitzender, Hendrik Gansohr, sieht Chancen in einer Regierungsbeteiligung der SPD: „Die GroKo ist keine Wunschkoalition der SPD. Dennoch bedarf es einer handlungsfähigen Regierung in Deutschland. Besonders mit Blick auf Europa braucht es eine stabile Regierung, um die bevorstehenden Reformen und Herausforderungen innerhalb der EU anzugehen. Die SPD muss sich als treibende Kraft darstellen.“ Im Großen und Ganzen sehen alle Jusos in dem Koalitionsvertrag die Chance, dass sie ihre Partei verantwortungsvoll in die Zukunft führen können.

Nils Beyer bringt es auf den Punkt: „Es muss Schluss sein mit der Personaldebatte an der SPD-Spitze. Martin Schulz hat meinen Respekt verdient, aber seine Entscheidung war richtig und konsequent. Wir Jusos werden nun auf allen Ebenen für die Große Koalition werben und sind optimistisch, dass eine Mehrheit für den Koalitionsvertrag stimmen wird.“

Dafür werden die Jusos in den Ortsvereinen werben und eine Info-Veranstaltung organisieren, um alle Pro und Kontra Argumente des Vertrags zu diskutieren. Denn wichtig sei, dass man eine offene und faire Diskussion führe – alle Meinungen gilt es zu respektieren.

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29. Januar 2018 von //

Jusos fordern Abkehr von NoGroKo-Kampagne

Die Bottroper Jusos fordern in einem aktuellen Schreiben den Kurs der Bundesjusos zu korrigieren und fordern einen offenen sachlichen Blick auf die Diskussion zu haben. „Aktuell sind die Gemüter erregt, es findet keine sachliche Auseinandersetzung statt. Ein kategorisches Nein zu einer weiteren Regierungsbeteiligung der SPD ist der falsche Weg und ist zu kurz gedacht. Kopf hoch, Brust raus, Bauch rein muss das Motto sein.“, so der Bottroper Juso-Vorsitzende Nils Beyer.

Die Bottroper Jusos sind mehrheitlich offen für eine weitere Große Koalition und sehen Chancen, dass sie mit einer Schärfung des Profils gestärkt aus den nächsten vier Jahren hervorgehen können. „Das Problem der SPD besteht nicht in der Frage GroKo oder Opposition, wir als SPD müssen Politik für die Menschen machen. Wir haben mit der Mindestausbildungsvergütung und mit der Stabilisierung des Rentenniveaus gute Projekte, die müssen wir umsetzen und vor Ort unsere Erfolge verkaufen. Denn nur durch konkretes Handeln können wir unser Profil wieder schärfen, das ist in der Opposition kaum möglich.“, stellt Beyer klar.

Damit sind die Bottroper Jusos im Bundesgebiet als „Gallisches Dorf“ zu bezeichnen, bislang sind andere Unterbezirke und Kreisverbände stark gegen eine Neuauflage der GroKo vorgegangen. Die Bottroper führen ihre Entscheidungen vor allem auf ihre Verwurzelung vor Ort zurück: „Denn nur, wenn wir in Berlin regieren, gibt es starke Kommunalfinanzen und die Möglichkeit zusätzlich etwas für unsere Stadt zu erreichen.“, so Beyer weiter.

Pressereferent Dennis Peter stimmt Beyer zu und ist der Meinung, dass ein vorzeitiges Nein der falsche Weg sei, da am Ende die Entscheidung anhand der Inhalte abhängig gemacht werden sollte. „Niemand von uns weiß, was am Ende im Koalitionsvertrag stehen wird. Die Kampagne der Bundesjusos finde ich nicht richtig. Wir sollten unsere vorhandene Energie lieber in die Erneuerung der Partei investieren.“, so Peter weiter.

Des Weiteren glauben die Jusos Bottrop beim Scheitern der Koalitionsgespräche nicht an eine Minderheitsregierung, die Stabilität und Ordnung bringt: „Jetzt ist keine Zeit für Experimente, wir müssen unser Land regieren, da schwierige Aufgaben vor uns liegen. Hier ist mehr Mut gefragt. Wir dürfen uns nicht in der Ecke verkriechen und uns der Vorstellung hingeben, dass eine Minderheitsregierung Stabilität bringt – Neuwahlen wären nach kurzer Zeit die Folge.“, mahnt Nils Beyer die Folgen eines Scheiterns der Gespräche an. Darüber hinaus stellt Beyer die Frage mit welchem Konzept man in Neuwahlen gehen möchte: „Wir haben viele Punkte unseres Wahlprogramms bereits im Sondierungspapier drin. Jetzt wird nachverhandelt. Bei einem Scheitern der Gespräche wären alle Erfolge weg, obwohl wir diese in Regierungsverantwortung durchsetzen könnten.“

Der Juso-Bundesverband wirbt aktuell dafür, dass Gegner der Großen Koalition für den Mitgliederentscheid kurzfristig der SPD beitreten sollen. Der Titel der Werbeaktion lautet „Tritt ein. Sag Nein“, bei den Jusos Bottrop ist diese Aktion jedoch umstritten. Vorsitzender Beyer macht das ganz deutlich: „Mitgliederwerbung ist gut und wichtig, da jedes Neumitglied willkommen ist. Jedoch ist es nicht in Ordnung Leute für die Partei zu werben, damit sie nur ihre Stimme abgeben und danach wieder austreten. Parteimitgliedschaft hat mit Werten und Haltung zu tun. Wir begrüßen die Entscheidung des Parteivorstands, dass nach einem Stichtag gesucht wird.“

Die Jusos-Bottrop äußern ihren Ärger über die einseitige Sichtweise in ihrem Verband sehr deutlich und haben bereits einen Brief an den Juso-Landesverband geschrieben und sich über fehlende Meinungspluralität geäußert. Laut Bottroper Jusos werde man aufgrund anderer Sichtweisen auch gerne öffentlich scharf kritisiert. Der Ton ist rau unter den Jusos und nicht so sachlich wie es in Talkshows dargestellt wird, so ein weiterer Juso. Man hofft, dass sich die Situation nach Beendigung der Gespräche wieder beruhigt. Die Jusos-Bottrop sind jedoch froh, dass die Debatte in der Partei sehr fair und offen geführt wird, was man sich auch bei den Jusos wünschen würde.

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17. Januar 2018 von //

Jusos sprechen sich für Mitgliederentscheid aus!

Wir Jusos Bottrop kämpfen für den Zusammenhalt in unserer Partei, haben einen differenzierten Blick auf die aktuellen Sondierungsgespräche. Wir sind der Überzeugung, dass die Inhalte zählen und nur das Endergebnis zeigen kann in welche Richtung sich eine zukünftige Regierung entwickeln wird. 

Denn die Verhandlungen mit der Union laufen noch und es liegt erst ein Zwischenergebnis vor. Einen Marathon beendet man nicht auf halber Strecke - man zieht ihn durch!  Im  Vorstand waren wir uns einig, dass wir mit den Ergebnissen noch nicht hunderprozentig zufrieden waren und sachlich jeden Punkt bewerten wollen.  Jedoch halten wir nichts von einem  kategorischen "Ja" oder „Nein“ zu einer weiteren Regierungsbeteiligung - wir wollen eine sachliche Debatte.

Mit der Erhöhung des Bafögs, Mindestausbildungsvergütung und der Rentenstabilisierung sind positive Aspekte vorhanden. Genauso fehlen uns auch Projekte, wie die Bürgerversicherung und die Erhöhung des Spitzensteuersatzes. Es ist noch Luft nach oben und hier muss in Koalitionsgespräche weiter verhandelt werden.

In erster Linie machen wir uns jedoch große Sorgen über den Zustand unserer Partei. Wir plädieren für mehr Besonnenheit und hoffen, dass sich der Umgangston innerhalb der SPD schnell bessert. Stattdessen wollen wir Mut machen, dass wir uns noch gezielter auf unsere kommunalen Projekte konzentrieren. Wir werden unsere Arbeit nicht an der Frage ausrichten „Groko- Ja oder Nein!“ Dafür sind die Auffassungen in unserem Vorstand zu unterschiedlich. Daher wollen wir kein klares Votum abgeben – jeder soll nach seiner persönlichen Überzeugung entscheiden. Mit dieser Auffassung werden wir im Vorstand der SPD Bottrop für ein freies Mandat werben, dass auch die Delegierten nach ihrer Überzeugung abstimmen können.

Aus diesem Grund kämpfen wir für das Mitgliedervotum, dass alle Mitglieder dieselbe Chance haben. Nur so kann unsere Partei wieder zur Ruhe kommen. Wir stehen für eine klare Erneuerung unserer Partei: „Basis statt Basta“ muss hier das Motto sein – jede Meinung zählt!

Eines ist jedoch klar, wir werden stärker das Gespräch suchen müssen. Lasst uns zusammenbleiben! 

Falls ihr Fragen habt, schreibt uns persönlich. Wir freuen uns auf eure Anregungen.

Eure Jusos-Bottrop

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5. Januar 2018 von //

Jusos und AfA unterstützen Initiative des Telekom-Betriebsrats

Die SPD-Jugend und die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD Bottrop (AfA) unterstützen die Initiative des Telekom-Betriebsrats und der Verdi „Stop – Kein Ausverkauf der Telekom“, die einen schrittweisen Verkauf von Telekom-Aktien verhindern möchte.

Im Zuge der vergangenen Sondierungsgespräche von CDU und FDP stand der Verkauf der staatlichen Telekom-Aktien im Raum und wurde bislang nicht ausgeräumt. Für Juso-Vorsitzenden Nils Beyer ist die Lage eindeutig: „Wer als Staat Tafelsilber verschleudert, macht kurzfristig Gewinn, schadet jedoch der Stabilität von Arbeitsplätzen. Langfristiges Denken ist in der Wirtschaft gefragt, kein blinder Aktionismus. Für die SPD steht die Sicherung von Arbeitsplätzen im Revier und darüber hinaus an erster Stelle.“

Telekom-Betriebsrat Axel Theißen ist glücklich, dass sich die örtliche Politik dem Thema annimmt: „Es ist toll, dass man einen so guten Kontakt zur Landes- und Kommunalpolitik erhält. Mit unserer Aktion wollen wir nämlich genau diese Unterstützung erreichen, um die Telekom vor einem möglichen Verkauf zu schützen und Arbeitsplätze zu sichern. Eine weitere Privatisierung wäre schlecht für das Unternehmen und die Beschäftigten.“ Damit würden zentrale Forderungen von Union und FDP verhindert.

Auch die AfA-Bottrop unterstützt die Aktion. Für AfA-Vertreter Dennis Peter ist insbesondere das Kernanliegen Arbeitsplätze zu sichern von großer Bedeutung: „Es geht ja nicht nur darum Arbeitsplätze zu schaffen, sondern bestehende Jobs und deren Qualität zu schützen. Das ist unsere Hauptaufgabe.“

Für die Sozialdemokraten war es daher selbstverständlich, dass die Petition auf Landesebene ankommt. Auf der vergangenen Juso-Veranstaltung überreichte Betriebsrat Axel Theißen die Unterschriftenliste an den Chef der NRW-SPD Mike Groschek.

„Wir laufen uns die Hacken ab, dass diese Arbeitsplätze gesichert werden. Ich bin sicher, dass die SPD in den Sondierungsgesprächen klare Kante gegen einen Verkauf zeigen wird.“, so Beyer weiter.

Die Sozialdemokraten versichern, dass man in den nächsten Monaten im intensiven Kontakt mit dem Telekom-Betriebsrat und der Verdi bleiben und gemeinsam gegen einen Verkauf einstehen wird.

 

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17. Dezember 2017 von //

Jusos haben SPD-Landeschef Mike Groschek zu Gast

Die Bottroper Jusos hatten den Vorsitzenden der NRW-SPD Mike Groschek zu Gast. Auf ihrer Unterbezirkskonferenz boten die Jusos allen Mitgliedern und interessierten Bürgern die Möglichkeit mit dem Landesvorsitzenden Groschek ins Gespräch zu kommen. Weitere Gäste waren die Europaabgeordnete Gabriele Preuß, die in einem Grußwort zur aktuellen Lage der Europäischen Union sprach. Auch Oberbürgermeister Bernd Tischler begrüßte die anwesenden Gäste.

Neben der Diskussion wählten die Jusos einen neuen Vorstand. Juso-Chef Nils Beyer startet optimisitisch in seine zweite Amtszeit.

Neuer und alter Juso-Vorsitzender, Nils Beyer, verdeutlichte in seiner Ansprache: Die SPD muss die sozialen Probleme vor Ort angehen. Wir müssen wieder zur sozialen Bewegung auf allen Ebenen werden. Wir müssen nicht nur radikale Europäer sein – Wir müssen radikal sozial sein – Den Menschen unter die Arme greifen, Sorgen aufnehmen, Probleme ernstnehmen und Lösungen finden.“

Die Jusos betonten insbesondere die Wichtigkeit von Jugendthemen in der aktuellen Politik. „Wer eine politische Jugend haben möchte, muss attraktive Angebote machen. Daher ist ein Jugendrat ein notwendiger Schritt, um Förderung zu ermöglichen“, verdeutlichte Beyer. Neben Beyer wurden Hendrik Gansohr und Gerit Maldaner als stellvertretende Vorsitzende gewählt. Damit wird der Juso Vorstand jünger und weiblicher zugleich.

Der Vorsitzende der NRW-SPD Michael Groschek fand deutliche Worte, die bei den Jusos Unterstützung fanden.  Denn Groschek betont: „Die Hauptverantwortung der SPD liegt darin, wieder so groß und stark zu werden, dass sie für die Menschen im Land eine echte Kanzler-Alternative zur Union darstellt. Wenn wir uns an die Rolle des Juniorpartners gewöhnen, enden wir als Wackeldackel." 

Mit einer euphorischen Stimmung verfolgten die Jusos Groscheks Rede und brachten eigene Ideen in den Prozess ein. Juso-Vorsitzender, Nils Beyer, freut sich über die gute Stimmung: „Diskussionen müssen in der Politik im Mittelpunkt stehen. Für unsere Arbeit spielt die Regierungsbildung keine Rolle – wir machen Politik für die Menschen in Bottrop. Die PS, die wir in der Diskussion aufgewendet haben, müssen wir jetzt auf die Straße bringen.“

In den erweiterten Vorstand wurden folgende Personen gewählt:

Dennis Peter (Medienbeauftragter); Sebastian Pels (Bildungsbeauftragter); Tim Jünger (Schriftführer); Alexander Große-Beck (stellvert. Schriftführer); Timo Drüberg (Mitgliederbeauftragter) und 16 weitere Beisitzer  

WAZ-Bottrop vom 17.12.17

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30. November 2017 von //

SPD-Jugend startet Dialogreihe

Die Bottroper SPD-Jugend startet nach den Verlusten bei der Bundestagswahl eine Dialogreihe im Bottroper-Süden.

„Das Wahlergebnis bei der Bundestagswahl hat uns geschockt. Wir haben verstanden und werden unser Versprechen einlösen, auch nach dem Wahlkampf auf der Straße zu sein.“, sagt Nils Beyer.

Konkret waren die Jusos mit ihrer Dialogtafel unter dem Motto „SPD fragt?!: Was könnte besser laufen?“ in den Stadtteilen an verschiedenen Stellen unterwegs. Bürgerinnen und Bürger waren eingeladen ihre Ideen, Vorstellungen, aber auch Kritik auf die Tafel zu schreiben.

„Wir wollen wissen, was den Bürgern auf der Seele brennt. Viele Menschen sind scheinbar unzufrieden - wir werden die Probleme aufnehmen und versuchen zu helfen. Der Kümmerer vor Ort darf nicht nur eine leere Worthülse sein.“, ergänzt Beyer.

Die Jusos kündigen an, dass sie die Ergebnisse dem SPD-Landesvorsitzenden Michael Groschek und Oberbürgermeister Bernd Tischler vorstellen. Keine Idee gehe verloren und solle genau bei den Entscheidungsträgern ankommen, versichern die Jusos.

Für Juso Dennis Peter war es schön zu sehen, dass man mit den Bürgern ins Gespräch kam und die Sorgen der Bürger nachvollziehen konnte: „Das ist Kommunalpolitik pur.“ Weg mit Flyern und roten Regenschirmen war für die Jusos der Antrieb – hin zur reinen Diskussion. Vorsitzender Nils Beyer betont: „Parteipolitik darf in diesem Prozess keine Rolle spielen. Hier gilt, dass wir als Politiker lernen wieder zu zuhören und jede Anregung ernst nehmen.“

In den kommenden Monaten werden die Jusos im Rahmen des Modernisierungsprozesses ihrer Partei verschiedene Veranstaltungsformate anbieten, zu denen alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen sind. Die Jusos wollen Ideen aller Bottroper sammeln, um diese in ihre inhaltliche Arbeit einzupflegen.

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